Seiten

Dienstag, 22. März 2011

IT-Lexikon Thema 02 - Nutzen

Nutzen
Nutzen ist ein Maß für Glück, Zufriedenheit und für die Fähigkeit von Gütern, die Bedürfnisse eines wirtschaftlichen Akteurs (was z.B. ein Privathaushalt sein kann) zu befriedigen. Dem Nutzen stehen immer die Kosten gegenüber. Kosten sind negative Konsequenzen einer Aktion innerhalb eines Planes. Die Differenz zwischen Nutzen und diesen Kosten wird auch als Nettonutzen bezeichnet.
Nutzen ist nicht allgemeingültig messbar, da er subjektiv von einer Person für sich selbst bewertet wird.

Beim Nutzen ist auch immer die Effizienz zu beachten. Unter Effizienz versteht man das Verhältnis vom Nutzen zum Aufwand, mit dem der Nutzen erzielt wurde. Wenn man ein Ziel als effizient bezeichnen können will, so muss dieses Ziel mit dem geringsten Aufwand erreicht worden sein.


Für die Größe des nicht-monetären Nutzens sind fünf Faktoren ausschlaggebend:


1. derjenige, der das Gut nutzt

2. der Zweck, für den das Gut genutzt werden soll
3. die Situation, in der das Gut genutzt werden soll
4. der Zeitpunkt, an dem das Gut genutzt werden soll
und
5. das Gut selbst.

Monetär bedeutet, dass die wichtigste Stellgröße zur Steuerung eines Wirtschaftsablaufs durch die Geldmenge bestimmt wird. Von nicht-monetär sprichst man immer dann, wenn etwas nicht Geld betrifft.


Es gibt ein Instrument zur Bewertung von Wirtschaftlichkeit von Projekten, deren Kosten zwar ermittelt werden können, deren Nutzen aber nicht-monetär (an Geld/in Geld) gemessen werden kann. Dieses Instrument nennt sich "Kosten-Wirksamkeits-Analyse" (KWA). Bei dieser Analyse werden nur die Kostenkriterien monetär bewertet. Ein Vorteil der KWA ist, dass es eine Entscheidungshilfe für monetär schwer bewertbare Probleme sein kann. Ein großer Nachteil dessen ist jedoch, dass das Ergebnis mitunter abhängig vom Personenkreis ist.



Graphische Darstellung der Kosten-Wirksamkeits-Analyse (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Graphik-KWA.PNG)

Bei der "Kosten-Nutzen-Analyse" (KNA) hingegen werden auch die übrigen Kriterien in monetären Größen ausgedrückt. Im engeren Sinne versteht man unter der KNA ein Instrument, um zu bestimmen, ob das Ergebnis (der Nutzen) einer Aktion deren Aufwand (die Kosten) rechtfertigt. Zudem ist KNA der Überbegriff für verschiedene Analysen, die Kosten und Nutzen miteinander vergleichen. Insgesamt gibt es fünf Analysen, die wie folgt heißen:

1. Kosten-Nutzen-Analyse
2. Kosten-Minimierungs-Studien
3. Krankheitskostenstudien
4. Kosten-Wirksamkeits-Analyse
5. Kosten-Nutzwert-Analyse

Der Nutzen selbst wird in "Outcomeeinheiten" gemessen (z.B. Anzahl geretteter Lebensjahre, gewonnene Arbeitstage, verbesserte Lebensqualität etc.). Das Ergebnis daraus ist ein Quotient. Die Methode mit dem besten Verhältnis (Ratio) wird dann meistens ausgewählt.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen